Eine Kleinigkeit über Kameras

Da ich immer wieder nach meiner Fotoausrüstung gefragt werde, möchte ich mal ein paar Gedanken dazu verfassen – besonders dazu, warum ich diese oder jene Sachen gekauft habe und wann sie genau zum Einsatz kommen.

Zuerst möchte ich mich den Kamera-Bodies widmen, da das die meisten Leute immer ganz besonders interessiert. Ich bin allerdings der Meinung, dass das Licht und die Objektive wesentlich wichtiger sind. Dazu aber dazu später mehr …

Ich fotografiere mit Canon-Kameras … nicht weil sie die weltbesten und tollsten Kameras sind, sondern weil meine erste digitale Spiegelreflexkamera eine Canon war und ich einfach bei der Marke geblieben bin. Hätte ich damals mit Nikon angefangen, wäre ich bestimmt auch dabei geblieben. Die Grundsatzdiskussionen welche Marke nun „besser“ ist, halte ich für absoluten Quatsch, da gute Fotografen mit beiden Marken ähnliche tolle Fotos abliefern können. Die Kameras sind für mich ein Werkzeug und wenn ich den Nagel in die Wand schlage, ist mir herzlich egal ob der Hammer nun von der Marke X oder Y produziert wurde. Hauptsache der Hammer liegt gut in der Hand und der Nagel verschwindet mit vertretbarem Aufwand in der Wand.

Ich verwende aktuell zwei verschiedene Modelle: eine Canon EOS 40D und ein paar Canon EOS 5D Mark IIIs. Dazu kommt noch eine Olympus OM-D E-M1, wozu ich hier schon etwas geschrieben habe.

Die 40D habe ich 2007 gekauft und sie ist einfach nicht tot zu bekommen. Sie hat über 90.000 Auslösungen und knipst … und knipst … Da sie mir mal herunter gefallen ist, hat sie ein Loch im Gehäuse, durch die ich die Elektronik sehen kann. Auch der Body ist verzogen, aber das ist auf den Fotos überhaupt nicht zu sehen – sie liefert eine super Qualität und werkelt zuverlässig. Die 40D kommt bei Remote-Einsätzen und im Photobooth zum Einsatz.

Die 5D Mark IIIs sind seit 2012 meine Haupt-Kameras und haben die Mark IIs abgelöst. Ich habe aus Gründen der Redundanz mehrere Bodies, um bei Ausfällen immer ein Backup zu haben und bei der Verwendung von Festbrennweiten nicht so oft die Objektive wechseln zu müssen.

Die 5er sind für meine Arbeit die perfekten Modelle, da ich die hohe Serienbildgeschwindigkeit und die Robustheit der 1er nicht benötige. Die 5er sind robust genug und so schnell, dass ich die Geschwindigkeit der Serienbilder immer schon per Einstellungen verringere.

Der Dual-Slot für die höhere Datensicherheit, der tolle Autofokus, die vielfältigen Möglichkeiten zur Individualisierung der Knöpfe und die überragende Bildqualität sind für mich entscheidende Argumente.

Des weiteren trage ich meine Kameras bei einer Hochzeit im Schnitt 12 Stunden mit mir herum und bin froh über jedes Gramm, was ich einsparen kann. Deswegen verzichte ich auch auf den Batterie-/Hochformatgriff.

Ich bin mit den 5D Mark IIIs so zufrieden, dass mir das irgendwann erscheinende Nachfolgemodell momentan relativ egal ist. Wenn die Mark IVs kein absolutes Killerfeature besitzen, was ich unbedingt haben muss, werden die IIIer noch ein langes Leben vor sich haben und ich überspringe vielleicht eine Generation. Eine höhere Auflösung oder eine schnellere Geschwindigkeit sind für mich keine Killerargumente.

Ich hoffe dass ich gut erklären konnte, warum ich mich gerade für diese Kameras entschieden habe und werde in weiteren Beiträgen über Objektive und Lichttechnik schreiben.

Falls es Fragen gibt, beantworte ich diese gern über die Kommentar-Funktion. Für alles Weitere gibt es Workshops- und Einzelcoachings.

Fotograf Thomas Weber bei der Arbeit, Foto: Sergej Wismann

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