Photokina 2014

Ich war dieses Jahr wieder einen Tag auf der Photokina und möchte hier mal meine Eindrücke zu der Messe schildern:

Jedes Jahr ist eine immer weitere Verschiebung der Besucher(-interessen) zu beobachten. Der Anteil der Hardware-Junkies wächst immer mehr, während der Anteil der am Foto interessierten Betrachter immer weiter abnimmt. Es wird sich immer mehr an den maximalen FPS eines Kamera-Modelles oder an der maximalen Brennweite eines Teleobjektives „aufgegeilt“, anstatt die tollen Fotos zu betrachten, die dort in diversen Galerien ausgestellt sind.

Leica hat eine wahnsinnig tolle Galerie mit Fotos aufgebaut, aber dort waren kaum Leute zu finden – diese trieben sich viel mehr bei den unzähligen Test-Modellen diverser Hersteller herum und hielten minutenlang die Auslöser gedrückt.

Ganz beliebt sind auch die ersten drei Reihen bei den „Fotoworkshops“ aka „Produktverkaufs-Reklame-Vorführungen“, besonders wenn dabei Frauen mit Bodypaintings Modell stehen und somit die Chance auf ein selbst geschossenes „Tittenbild“ heraus springt.

„Youtube-Stars“ welche regelmäßig neue Hardware präsentieren, werden wie Götter umschwärmt, obwohl diese kaum nennenswerte Fotos präsentieren, sondern nur die Vorzüge von Kamera X zu Kamera Y bewerben. An großartigen Fotografen die über Geschichten hinter den Bildern sprechen, wird vorbei gegangen oder nur die Frage gestellt: „Mit welcher Blende wurde das Bild gemacht?“

Schade, sehr schade …

Ich bin mit der Zielsetzung auf die Messe gegangen, dort viele großartige Fotografenkollegen zu treffen und mir einige Fotobücher anzuschauen. Interessanter Weise trifft man bei den Fotobüchern auch genau diese tollen Fotografen und viele andere bekannte Gesichter. Hier geht es nämlich um die hochwertige Präsentation der eigenen Fotos und nicht um „Kamera X mit Objektiv Y“.

Bei einem gemeinsamen Mittagessen haben wir uns unterhalten und Ideen & Erfahrungen ausgetauscht. Dort habe ich mehr von der Photokina mitgenommen, als an den unzähligen Ständen, die man an einem Tag sowieso nicht schaffen kann.

Es gab aber auch zwei materielle Dinge die ich von der Photokina mitgenommen habe: eine kleine Fototasche für den täglichen Transport der „Spaziergeh-Kamera“ und ein Fotobuch eines bekannten Fotografen, welches ich mir in den nächsten Tagen in Ruhe anschauen werde, denn … ich mag Fotos!

Leider reichte die Zeit eines Tages nicht aus, um alle auf der Photokina ausgestellten Fotos in Ruhe zu betrachten und auf sich wirken zu lassen. Vielleicht gehe ich das nächste mal zwei Tage hin und nehme mir noch einen Klappstuhl mit :)

 Fotografiert mit der Olympus OM-D E-M1 und den Objektiven 12mm f2.0 und 17mm f1.8.

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